Behauptung, Vorurteil:

"Aber die internationale Arbeitsteilung bringt doch allen Vorteile …"

 

Sagen wir es mal so:

Als David Ricardo vor über 200 Jahren die These vom komparativen Vorteil der internationalen Arbeitsteilung verkündete, war natürlich die mächtige Kapitallobby sofort auf seiner Seite. Konnte sie doch fortan ein Land gegen das andere ausspielen (bei den Löhnen, Steuern, Subventionen, Arbeits- und Umweltschutzmaßnahmen usw.). In der Theorie sollte sich durch Spezialisierung jedes Land in bestimmten Sparten eine Überlegenheit aufbauen, die allen Menschen zugute käme.
Doch Ricardos Wunschvorstellungen wurden in Theorie und Praxis längst widerlegt. Denn wenn Spezialisierung tatsächlich funktioniert, führt sie zu starken Abhängigkeiten und einer verbraucherfeindlichen Monopolstellung.
In der heutigen Zeit des Internets und der billigen Warentransporte ist der Denkansatz eh hinfällig, weil man nahezu jedes technische Produkt überall in der Welt herstellen kann. Da hilft keine Spezialisierung, es zählt letztlich nur noch der Preis -
der Wegfall der Importzölle mündet also direkt im globalen Lohndumpingwettbewerb.

 

 

 

"Falsche Schlussfolgerungen führen in der Summe zu fatalen Fehlentscheidungen. Sich auf jahrhundertealte Thesen zu berufen, die bereits mehrfach zu Katastrophen führten, verbietet sich eigentlich von selbst."

Manfred Julius Müller  

 


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Impressum
© Manfred Julius Müller, Flensburg

Manfred J. Müller analysiert seit 40 Jahren weltwirtschaftliche Abläufe. Er gilt als wegweisender Vordenker. So forderte er zum Beispiel schon vor 20 Jahren eine Art Lieferkettengesetz, das Hersteller und Händler verpflichtet, nur fair entlohnte und produzierte Waren nach Deutschland einzuführen (wurde endlich im Mai 2021 Gesetz). Außerdem empfahl er schon ewig eine Mindestgewinnsteuer für Großunternehmen auf im Inland angefallene Umsätze (Joe Bidens Vorschlag von einer globalen Mindestertragssteuer im Frühjahr 2021 zielt zwar endlich in die gleiche Richtung, ist aber viel zu lahm und wird sich international kaum umsetzen lassen). Seit drei Jahrzehnten kämpft Manfred J. Müller auch für seine Idee einer Lohnkostenreform (schrittweiser Abbau der Sozialversicherungsbeiträge bei einer Gegenfinanzierung über Mehrwertsteuern und Zölle).

 



 


Die gesamte Menschheit leidet unter den üblichen politischen Lebenslügen!
Vorurteile und Irrlehren sind in aller Munde. Um echte Reformen zu vermeiden, wird Wesentliches verschwiegen und schöngeredet. Selbst in Deutschland hat die Verdrängung unangenehmer Wahrheiten böse Folgen: Seit 1980 sinken hierzulande (auch wenn manche Gutgläubige das nicht wahrhaben möchten), die realen Nettolöhne und Renten. Und die Arbeitslosenzahlen haben sich seit 1962 verzwanzigfacht. Wenn es gelänge, die Architektur der Lebenslügen allgemein zu veranschaulichen, würde die Menschheit heute in einer weit besseren Welt leben.

"Die Diktatur der Lebenslügen"
135 Vorurteile und Irrlehren, die noch immer die Politik maßgeblich beeinflussen.
Manfred J. Müller, 160 Seiten, Format 17x22 cm, 12,- Euro.
(auch als Ebook erhältlich für 8,99 Euro)
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Sage später niemand, das habe er doch nicht ahnen können - er habe voll und ganz der Staatspropaganda und den Leitmedien vertraut.