Behauptung, Vorurteil:

"Aber die internationale Arbeitsteilung bringt doch allen Vorteile …"

 

Sagen wir es mal so:

Als David Ricardo vor über 200 Jahren die These vom komparativen Vorteil der internationalen Arbeitsteilung verkündete, war natürlich die mächtige Kapitallobby sofort auf seiner Seite. Konnte sie doch fortan ein Land gegen das andere ausspielen (bei den Löhnen, Steuern, Subventionen, Arbeits- und Umweltschutzmaßnahmen usw.). In der Theorie sollte sich durch Spezialisierung jedes Land in bestimmten Sparten eine Überlegenheit aufbauen, die allen Menschen zugute käme.
Doch Ricardos Wunschvorstellungen wurden in Theorie und Praxis längst widerlegt. Denn wenn Spezialisierung tatsächlich funktioniert, führt sie zu starken Abhängigkeiten und einer verbraucherfeindlichen Monopolstellung.
In der heutigen Zeit des Internets und der billigen Warentransporte ist der Denkansatz eh hinfällig, weil man nahezu jedes technische Produkt überall in der Welt herstellen kann. Da hilft keine Spezialisierung, es zählt letztlich nur noch der Preis -
der Wegfall der Importzölle mündet also direkt im globalen Lohndumpingwettbewerb.

 

 

"Falsche Schlussfolgerungen führen in der Summe zu fatalen Fehlentscheidungen. Sich auf jahrhundertealte Thesen zu berufen, die bereits mehrfach zu Katastrophen führten, verbietet sich eigentlich von selbst."

Manfred Julius Müller  

 


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