Wann kommt der Dexit?
(der Austritt Deutschlands aus der EU)

Ist der Dexit noch zu verhindern? Wie lange gedenkt man, an der These von einer wohlstandsfördernden EU festhalten zu können?

 

Die EU kann man nicht retten oder reformieren!
Und das war genau das, was ich in einem Fernsehinterview für die ARD unmissverständlich zum Ausdruck brachte. Natürlich habe ich auch erklärt, warum das so ist. Grundsätzlich ist nun einmal jeder Staat (solange es global keine Lohn- und Steuergleichheit gibt) auf Zölle angewiesen, um seine Volkswirtschaft zu schützen. Selbst Griechenland könnte gesunden, würde es über Zölle den Importdruck abmildern und damit den Aufbau einer industriellen Basis ermöglichen! Ein Staat, der dem unfairen globalen Dumpingwettbewerb ausgeliefert ist, kann auf Dauer nicht bestehen. Wer etwas anderes behauptet, macht sich selbst etwas vor.
Auch die anderen unlösbaren Defizite der EU wurden in dem Interview angesprochen, ich habe auf die demokratiefeindliche Struktur und die absurde Bürokratie verwiesen. Schönreden lässt sich das alles nun ja wirklich nicht mehr. 28 nationale Eigeninteressen sind nicht unter einen Hut zu bringen. Wer will das noch leugnen?

All das und noch viel mehr ist in dem Interview überzeugend rübergekommen. Das von weither angereiste Fernsehteam war begeistert. Befürchtungen, die Fernsehoberen würden ein so offenes Statement gegen die EU nicht zulassen, schienen unbegründet. Denn schon bald wurde in den offiziellen Programmvorschauen die kritische EU-Recherche mit meinem Interview angekündigt. Doch wenige Tage vor der Ausstrahlung muss wohl ein mächtiger Oberindianer (aus der Politik oder bei der ARD) die Reißleine gezogen haben. Alle meine Passagen wurden aus dem Film herausgeschnitten und durch harmlose (EU-freundliche) Propaganda ersetzt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. In Deutschland gibt es keine Zensur? Schön wär's.

 

Blinde Entrücktheit...
Die mangelnde Aufrichtigkeit und Offenheit in den Medien hält die große Bevölkerungsmehrheit davon ab, über die EU genauer nachzudenken. Dank unermüdlicher Gehirnwäsche hat sie die EU als Selbstverständlichkeit verinnerlicht. Die Frage nach der Nützlichkeit oder Existenzberechtigung der Europäischen Union stellt sich den meisten Bürgern gar nicht. Einen Austritt (einen Dexit) können sie sich einfach nicht vorstellen (weil die allgegenwärtige Medienpropaganda einen solchen Gedanken überhaupt nicht zulässt).
In der Debatte um die EU darf es immer nur um Reformen gehen. Dabei sollte es nach einem halben Jahrhundert verzweifelter Bemühungen allmählich einleuchten, dass die EU nicht reformierbar ist. Denn schon ihr Grundprinzip ist widersprüchlich, weltfremd und unlogisch (deshalb werden bestehende Vereinbarungen und Gesetze von Mitgliedstaaten und der EZB auch so oft ignoriert).

 

Wer für ein starkes Europa ist, kann die EU nicht gutheißen!
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, mit welcher Hinterlist und Anmaßung die EU ständig mit Europa gleichgesetzt wird? Als ob es zwischen den beiden Begriffen keinerlei Unterschiede gibt. Zählen die Schweiz, Norwegen und bald auch England etwa nicht zu Europa?
Wenn es immer wieder heißt, "Europa müsse gerettet werden", so geht es vielen Profiteuren in Wahrheit nur um die EU, genauer gesagt um die Bewahrung der eigenen Pfründe (es gibt allein in Brüssel zigtausend hochbezahlte EU-Beamte, EU-Lobbyisten usw.).

Viele Menschen sind derart vernarrt in ihrem Aberglauben an die Europäische Union, dass sie gar nicht mehr merken, wie sehr sie die Realitäten ausblenden. Wie kann man nur annehmen, eine Brüsseler Oberherrschaft mit ihrer unersättlichen Regulierungswut könnte der Wirtschaft der 28 EU-Staaten dienlich sein? Wie kann man annehmen, eine demokratieferne, schier undurchschaubare Gesetzesmaschinerie sei hilfreich im globalen Wettstreit der Nationen?

 

Massenarbeitslosigkeit und sinkende Löhne!
Selbst im deutschen Musterländle sind die realen Nettolöhne und Renten seit 1980 gesunken, obwohl sich die Produktivität im selbigen Zeitraum verdoppelt hat. Und die Zahl der Erwerbslosen hat sich trotz aller verschleiernder Bilanzkosmetik seit 1980 verdreifacht! Werden diese traurigen Trends von der Bevölkerungsmehrheit wahrgenommen? Die ständigen Jubelbotschaften ("Deutschland profitiert besonders von der EU und dem Euro!" bzw. "Uns ging es noch nie so gut wie heute!") bilden die Grundlage einer beispiellosen Verdrängungsrhetorik. Sachliche Argumente werden im Keim erstickt und dringen gar nicht mehr ins Bewusstsein obrigkeitshöriger Wohlstandsbürger. EU-Kritiker werden als Demokratiefeinde, Rassisten oder Dumpfbacken diffamiert oder gelten als nörglerische Spielverderber.

 

Nur die Billiggeldschwemme verhindert derzeit den Zusammenbruch!
Man mache sich nichts vor: Nur die hochriskante Billiggeldschwemme (die nicht nur ich für unverantwortlich halte) verdeckt das wahre Ausmaß der sich anbahnenden Katastrophe. Nur Dank der Billiggeldschwemme können viele Euro-Staaten ihre gigantischen Staatsschulden noch in Schach halten. Nur Dank der Billiggeldschwemme wurde eine künstliche Konjunktur geschaffen, die das wahre Ausmaß der Misere notdürftig kaschiert.
Mit der Billiggeldschwemme hat man aber den letzten Trumpf gezogen, man hat sein Blatt vollkommen ausgereizt. Wenn jetzt eine durch die Billiggeldschwemme aufgeheizte Spekulationsblase platzt, wird's wirklich düster.
Aber sowieso: Auf Dauer kann eine Billiggeldschwemme, die jegliche geldpolitische Seriosität und Moral vermissen lässt, keinen Bestand haben. Auch, weil sie allen Grundregeln einer effizienten Marktwirtschaft zuwiderläuft.

 

Blinder Egoismus...
Den Aberglauben an die Notwendigkeit einer EU nähren auch Unternehmer, die im EU-Billiglohnland nach Fachkräften suchen. Weil sie in Deutschland angeblich keine mehr finden.
Dazu ist zu sagen: Einen Fachkräftemangel gibt es nur, wenn die Löhne zu niedrig sind. Wegen schlechter Bezahlung sind manche Berufssparten inzwischen unattraktiv. Warum Fernfahrer, Altenpfleger, Handwerker, Arzt oder was auch immer werden, wenn die Bezahlung den hohen Leistungsanforderungen nicht entspricht. Da sucht man sich doch lieber einen bequemeren bzw. gesellschaftlich angeseheneren Beruf.

Zuwanderer aus EU-Billiglohnländern (Niederlassungsfreiheit) braucht man also nur, um das Lohnniveau in den Mangelberufen niedrig zu halten.
Die Unternehmer klagen, höhere Löhne seien einfach nicht drin, das gebe der Markt gar nicht her. Das ist natürlich totaler Schwachsinn. Denn den Marktgesetzen sind schließlich auch die Mitbewerber ausgesetzt. Wenn also die Lkw-Fahrer mehr verdienen, würden Transporte allgemein teurer.
Dadurch verschiebt sich geringfügig die Kalkulationsbasis. Der allgemeine Zentralisierungswahn würde etwas abgeschwächt, so manche Produktionsauslagerungen in Ausland würden sich nicht mehr rentieren, die Versandpauschalen bei Internetbestellungen würden angehoben.
Gleichzeitig würden aber auch Sozialkosten eingespart (in vermutlich weit höherem Maße), weil viele kinderreiche Familien aus dem EU-Billiglohnland (die oft ganz oder teilweise von Hartz IV leben) gar nicht erst nach Deutschland einwandern würden.
In den Medien werden diese Zusammenhänge verschwiegen. Da wird zigtausend Mal das Klagen der armen Unternehmer inszeniert, die keine Leute finden. Es geht offenbar nur darum, die vermeintliche Notwendigkeit der EU zu untermauern.

 

Lebt Deutschland vom EU-Export?
Mindestens tausendmal im Jahr wird in den Medien die Behauptung aufgestellt, Deutschland sei als Exportnation auf die EU angewiesen. Deshalb hält sich auch in den Nachbarstaaten hartnäckig das Vorurteil, wir seien die großen Nutznießer (Schmarotzer) der EU. Dies wiederum schürt den Neid und die Missgunst und natürlich auch das Anspruchsdenken uns gegenüber. Wahr aber ist:
1. Es braucht keine EU, um Handel zu treiben. Schließlich liefert Deutschland seine Waren überall hin, sogar ins ferne China oder die USA.
2. Der Handel in Europa wurde nicht mit der EU erfunden, es gab ihn schon vorher.
3. Wenn es eine Exportabhängigkeit gibt, so wäre das fruchtbar. Dann würden sich ausländische Krisen sofort auf unsere Volkswirtschaft auswirken. Wir müssten in ständiger Angst leben, ins Chaos mit reingezogen werden.
4. Eine verantwortungsbewusste Bundesregierung sollte deshalb immer bestrebt sein, seine wirtschaftliche Autonomie so weit wie möglich zu erhalten. Das sorgt für Stabilität und Sicherheit.

 

Entweder kommt der Dexit oder die EU bricht in sich zusammen?
Die meisten kennen vermutlich den Satz "Die EU funktioniert nicht - es sie denn, Deutschland zahlt!". Das Dumme ist nur: Deutschlands Mittel sind beschränkt. Und man wird auch nicht ewig unsere Bevölkerungsmehrheit mit dubiosen Erfolgsmeldungen in Schach halten können. Der Widerstand in Deutschland gegen die EU wird stetig wachsen. Da hilft es auch wenig, das Internet generell als Fake-News-Basis zu verspotten. Am Ende erkennt der kritische Bürger, ob Argumente stichhaltig sind oder nicht.
Um das Feld nicht der AfD zu überlassen, werden die etablierten Parteien im Laufe der Zeit einlenken, also realistischer (EU-kritischer) werden. Es wird ähnlich ablaufen wie bei der Massenzuwanderung 2015/2016: Erst berauschte man sich an der Willkommenskultur und dann folgte die Ernüchterung (Abschottung). Weil die etablierten Parteien von der Realität eingeholt wurden.

 

Präsident Macron redet von einer Neugründung!
Sicher ist Ihnen auch schon aufgefallen, wie sehr Frankreichs EU-freundlicher Präsident mit Nachdruck eine Neugründung der Europäischen Union fordert. Was aber bedeutet diese Neugründung? Ist es nicht als Eingeständnis eines Scheitern zu werten? Hofft man, beim nächsten Versuch alles besser zu machen?
Ich aber bin der Meinung, es kann keine EU geben, die auf Dauer funktioniert. Die Widersprüche sind einfach zu groß und die Interessen der EU-Staaten zu unterschiedlich. In einigen Jahrzehnten wird man ein neuerliches Scheitern eingestehen müssen. Folgt dann ein weiteres Experiment? Wie oft und wie lange noch sollen die EU-Bürger vertröstet und hingehalten werden?
Wird man jemals eingestehen, dass die EU ein kontraproduktives Monstrum ist, das lediglich den großen Global Playern dient und deren Expansions- und Monopolisierungsgelüste unterstützt?

 

Dexit oder Auflösung der EU?
Der einfachere Weg wäre sicherlich der Dexit. Denn über seinen Austritt kann Deutschland selbst entscheiden. Am besten wartet man ab, wie es mit dem Brexit läuft. Stehen die Briten ohne EU in einigen Jahren besser da als vorher (was zu erwarten ist), verliert der EU-Austritt seine Schrecken und die dummdreiste Dauerpropaganda der EU-Lobby büßt ihre Glaubwürdigkeit ein.
Eine geordnete Auflösung der gesamten EU wäre zwar auch nicht schlecht, scheint mir aber doch wesentlich unwahrscheinlicher (weil sich manche Staaten von der EU-Subventionspolitik und der Transferunion noch immer Vorteile erhoffen).
Es gibt natürlich noch eine dritte Variante, nämlich die Gefahr eines Zusammenbruchs der EU. Auslöser könnte eine Weltwirtschaftskrise sein oder die abenteuerliche Politik der EZB mit ihrer Billiggeldschwemme.

 

Was bringt uns die EU überhaupt?
Welches sind die Hauptmerkmale der EU. Was unterscheidet die Staatengemeinschaft von herkömmlichen, souveränen Staaten?

• Schaffung des Binnenmarktes, Wegfall der Zölle
Kernpunkt der EU ist der Wegfall der Zollgrenzen. Aber was bewirkt diese Veränderung?
1. Sie verschärft das Lohn- und Steuerdumping. Der europäische Wettbewerb wird unfairer. Wie soll ein deutscher Mittelständler auf Dauer bestehen, wenn sein Konkurrent im Ausland nur einen Bruchteil der Arbeitskosten hat?
2. Nutznießer sind die großen Global Player, die jetzt noch einfacher weite Teile ihrer Produktion ins EU-Billiglohnland auslagern können.
3. Der EU-Binnenmarkt vergrößert die Absatzmärkte deutscher und ausländischer Global Player. Aber man täusche sich nicht - dies ist keine Win-Win-Konstellation. Denn im Gegenzug werden regionale Hersteller vom Markt verdrängt. Es wird also die Monopolbildung vorangetrieben.
4. Die Großkonzerne haben im Vergleich zu Mittelständlern bessere Möglichkeiten, sich vor Steuerzahlungen zu drücken (Hinterziehung der Mehrwertsteuer, Verlagerung der Gewinne in Steueroasen usw.). Die Abgabenlast der Bevölkerung steigt deshalb.
5. Die Auslagerung von Produktionsteilen ins Billiglohnland und das Aussterben regionaler Hersteller vervielfachen das Transportaufkommen. Die Folge: Deutlicher Anstieg der Gesundheits- und Umweltschäden.

• Die EU schafft offene Grenzen
Was verändert sich dadurch?
1. Pendler und Urlauber brauchen sich beim Grenzübertritt nicht mehr ausweisen. Theoretisch sparen sie dadurch einige Minuten an Zeit. Praktisch aber erhöht sich wegen der grenzenlosen Freiheit das Verkehrsaufkommen, was den Verkehrsfluss hemmt und Staus verursacht. Unterm Strich wird also keine Zeit gespart, es geschieht das genaue Gegenteil.
2. Offene Grenzen werden von Kriminellen dankbar angenommen. Deren Wirken wird wesentlich erleichtert. Auch weil de Strafverfolgung und Verurteilung von ausländischen Tätern weit schwieriger ist.
3. Offene Grenzen eröffnen dem Mehrwertsteuerbetrug Tür und Tor. Denn für echte oder vorgetäuschte Exporte gibt es satte Rückerstattungen, während undeklarierte, eingeschleuste Waren von der fälligen Mehrwertsteuer verschont bleiben.

• Die Brüsseler Paragrafenflut belastet die Wirtschaft
Weil EU-Bürokraten meinen, alles regeln zu müssen, versinkt der Kontinent im Vorschriftenmüll. Das verkompliziert nicht nur die nationale Gesetzgebung, es belastet auch die Bürger und vor allem die Wirtschaft. Die Kosten steigen, die Produktivität sinkt. Besonders kleine und mittlere Betriebe sind den juristischen Anforderungen kaum noch gewachsen.

• Die ausufernde Subventionitis schwächt die Marktwirtschaft
Subventionen sind nicht nur teuer, sie führen auch zu verhängnisvollen Fehllenkungen der Wirtschaft.
Die EU nutzt Subventionen als gigantisches Propagandaprogramm.
Die Begünstigten glauben, sie hätten der EU viel zu verdanken. Dabei muss jeder Subventionseuro hart erarbeitet werden. Der anonyme Steuerzahler (der Paketauslieferer, Maurer, Rentner, Altenpfleger) muss sich das Geld vom kargen Einkommen abknapsen, damit es dann großzügig und oft ohne echte Kontrolle verteilt werden kann.

• Die EU schwächt die Demokratie und die politische Handlungsfähigkeit
Die Stimme eines Maltesers oder Luxemburgers zählt zehnmal mehr als die eines Deutschen. Verhandelt wird oft im Geheimen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohnehin sind die verflochtenen Entscheidungsebenen der EU für den Laien undurchschaubar. Es ist der reinste Hohn, wenn hochbezahlte Lobbyisten tönen, es bräuchte die EU zur Wahrung der Demokratie.
Außerdem beeinträchtigt die Brüsseler Vormundschaft die Handlungsfähigkeit der nationalen Regierungen (80 % der deutschen Gesetze sind auf die EU zurückzuführen).

• Die EU stiftet Unfrieden!
Selbst der europafreundliche französische Präsident Macron sieht in der heutigen EU einen europäischen Bürgerkrieg. Solidarität ist selten, allerorten grassiert der Egoismus, Neid und Missgunst breiten sich aus.
Und auch die Autonomiebestrebungen mancher Regionen nehmen zu. Würden sich zum Beispiel die Katalanen oder Schotten von ihrem Mutterland abspalten wollen, wenn es die EU nicht gäbe? Sicher nicht!
Ebenso gab es in der Ukraine die Abspaltung und den Bürgerkrieg vermutlich nur, weil das Land plötzlich die EU-Mitgliedschaft anstrebte (wogegen sich der russische Teil der Bevölkerung sträubte).

• Die EU bescherte uns den Euro
Selbst die weltweit hochangesehene DM wurde (gegen den Willen der Bevölkerung) abgeschafft. Den Euro-Staaten fehlt nun durch diese Einheitsbrei-Währung das wirtschaftlich wichtigste Steuerungsinstrument. Ein angeschlagenes Euroland kann jetzt nicht mehr über eine Abwertung seine Wettbewerbsfähigkeit zurückerlangen, auch eine individuelle Zinspolitik ist ausgeschlossen.
Wohin dieser Irrsinn führt, zeigt die reale Praxis: Gigantische Schuldenerlasse waren notwendig, die EZB suchte ihr Heil in einer hochriskanten Billiggeldschwemme (= schleichende Enteignung der Sparer und Entwertung der privaten Altersvorsorge), kaufte sogar im großen Stil Staatsanleihen auf und hielt sich nicht mehr an eherne Vorgaben und Versprechen (auf die der Euro aufgebaut war). Wie man aus dieser Nummer wieder rauskommt, weiß offenbar keiner. Man ist bis dato nicht einmal in der Lage, eine Zinstrendwende einzuleiten.

• Fazit
Auch wenn die mächtige EU-Lobby (die Medien und "etablierten" Parteien) noch so viel beschönigt, um den heißen Brei herumredet und Nebelkerzen wirft: Wie kann bei einer sachlichen Argumentation noch jemand meinen, die EU sei notwendig, nützlich oder erhaltenswert. Es sprechen doch alle wesentlichen Punkte dagegen.

Die Gegenargumente der allmächtigen EU-Lobby

• "Der EU-Austritt Deutschlands würde zum Chaos an den Finanzmärkten führen."
Diese Behauptung hat sich eigentlich schon durch den Brexit widerlegt. Wo gibt es da ein Chaos? Es geht also den EU-Verfechtern nur darum, Panik zu verbreiten und Ängste zu schüren. Dass man ausgerechnet die Finanzmärkte als Hauptargument ins Spiel bringt, ist mehr als dreist: Denn gerade der Euro erweist sich doch als Inbegriff einer abenteuerlichen Geldpolitik (mit unbekannten Ausgang).

• Gemutmaßt wird, ein Dexit könnte zur Währungsabwertung führen
und damit die Inflation antreiben. Andere wiederum befürchten das Gegenteil, also eine Aufwertung der DM, die deutsche Exporte verteuern würde.
Wie auch immer (ich halte eine Aufwertung für wahrscheinlicher): Das alles ist Kaffeesatzleserei. Zudem sind Währungschwankungen etwas ganz Normales und Notwendiges. Weil sie zum Ausgleich der Handels- und Leistungsbilanz beitragen. An diesem Ausgleich sollte doch eigentlich allen Handelspartnern gelegen sein.

• "Deutschland würde nach einem Dexit vermutlich seine starke Position als Wirtschaftsmacht einbüßen."
Aber dieser Verdacht widerspricht jeglicher Logik! Wenn unser Staat nicht mehr dem Brüsseler Diktat unterworfen ist, wenn es sich von der europäischen Paragrafenflut mit seiner kontraproduktiven Subventionspolitik befreien kann, dann ist das doch nur von Vorteil!
Noch wichtiger aber: Ein unabhängiger, freier Staat kann sich gegen den europäischen und globalen unlauteren Wettbewerb (Lohn-, Steuer-, Öko- und Sozialdumping) über Importzölle schützen. Er darf auch wieder eine eigene Währung haben, muss nicht Euro-Partner über Schuldenerlasse stützen und Unsummen nach Brüssel überweisen. Er ist dann auch nicht mehr gezwungen, sich an einer ruinösen, abenteuerlichen Billiggeldschwemme zu beteiligen.

Grundsätzlich fällt auf, dass das EU-Panikorchester mit Eventualitäten Ängste schürt. Es "könnte", "es wäre möglich" usw.. Eine solche Rhetorik ist wenig seriös, denn es gibt rein gar nichts, was nicht passieren "könnte" (die Erde könnte morgen explodieren, der Himmel über der Erde einstürzen, Außerirdische "könnten" die Welt erobern). Es geht also weniger darum, was nicht alles sein könnte, wichtig ist, was wahrscheinlich ist und unter normalen Umständen erwartet werden kann.

• Eine weitere These: Als Exportnation sei Deutschland der Hauptnutznießer der EU.
Und das wagt man zu sagen, obwohl doch bekannt ist, dass hierzulande die Löhne und Renten seit 1980 gesunken sind (im Gegensatz zu vielen anderen EU-Staaten) und die Arbeitslosenzahlen sich in den letzten 50 Jahren verzehnfacht haben.
Nochmals: Wer viel exportiert, der muss auch viel importieren (ein großes Ungleichgewicht ist auf Dauer nicht hinnehmbar). Und eine Exportabhängigkeit ist alles andere als erstrebenswert, sie ist auch nicht wohlstandsfördernd. Denn mit dem Exportwahn lebt das Land auf einem ewigen Pulverfass. Ständig muss man bangen, von anderen Staaten überholt zu werden und Absatzmärkte zu verlieren. Und eine Weltwirtschaftskrise bekommt ein "Exportland" doppelt und dreifach zu spüren.

• "Den schwachen EU-Ländern fehlt nach dem Dexit die deutsche Entwicklungshilfe."
Polen zum Beispiel bekommt über die EU einen jährlichen Nettotransfer von 15 Milliarden Euro. Diese Summe könnte nach einem Dexit natürlich nicht mehr aufgebracht werden. Aber wäre das so schlimm? Schließlich leidet auch Polens Wirtschaft unter den Fehllenkungen der Subventionspolitik.
Außerdem könnte Polen gleichfalls aus der EU aussteigen und sich damit der Brüsseler Gängelung und Bürokratie entledigen. Das wäre ein gewaltiger Befreiungsschlag! Als wirklich souveräner Staat wäre Polen auch in der Lage, überfällige Schutzzölle zu erheben, um seine Industrie endlich dem unfairen globalen Dumpingwettbewerb zu entziehen.

• "Ohne den Zugang zum EU-Binnenmarkt wären 360 Millionen Konsumenten futsch!"
Haben souveräne Staaten wie Japan, China, die USA, Großbritannien etwa keinen Zugang mehr zur EU, können sie dort nichts mehr verkaufen? Das wäre mir neu. Wie kann man nur einen derartigen Schwachsinn verbreiten!

• "58 % der deutschen Exporte gehen in EU-Staaten."
Ja und weiter? Es ist nichts Ungewöhnliches, wenn mit Nachbarländern ein engerer wirtschaftlicher Kontakt besteht. Dies war aber auch vor der EU schon so und ist weltweit üblich. Und durch das Ausscheren Großbritanniens sinkt die schmeichelhafte 58-%-Quote sowieso deutlich. Ich wiederhole es nochmals: Exporte sind keine Einbahnstraße, sie führen in der Regel zu entsprechend hohen Importen (also einer Importabhängigkeit).

• "Der Dexit wird Europa schwächen!"
Der Dexit wird die EU schwächen - nicht aber Europa (diese beiden Begriffe werden ja liebend gern miteinander verwechselt). Der Dexit wäre vermutlich der Anfang vom Ende der EU: Die unheilvolle Union würde sich nach dem Ausscheiden Deutschlands früher oder später auflösen, der europäische Alptraum wäre damit beendet.
Das dürfte Europa wesentlich stärken. Denn alle Länder könnten längst das deutsche Wohlstandsniveau erreicht haben, wären sie souverän und könnten ihre Volkswirtschaften über Zölle vor der übermächtigen Konkurrenz der Global Player und der fernöstlichen Billigstlohnländer schützen.

• "Zollschranken und Grenzkontrollen könnten zurückkommen!"
Soll das nun eine Warnung oder ein Versprechen sein? Die Wiedererrichtung von Zollschranken und Grenzkontrollen ist doch gerade der Sinn des Dexit, darum geht es. Weil ein souveräner, handlungsfähiger Staat nun einmal auf diese überall in der Welt üblichen Standards zur Wahrung der Grundrechte angewiesen ist.

• "Ausländische Anlagegelder würden nicht mehr nach Deutschland fließen!"
Warum denn nicht? Deutschland ist einer der wirtschaftlich und politisch stabilsten Staaten der Welt. Und gerade hierhin sollten dann keine Gelder mehr kommen? Einfach lächerlich!

• "Antideutsche Ressentiments könnten wieder aufkochen!"
Die Ressentiments gibt es schon lange, gerade wegen der EU! Weil sich viele EU-Staaten von uns übervorteilt wähnen. Deutschland selbst trägt mit seiner prahlerischen Erfolgspropaganda zu diesem falschen Eindruck bei (vermeintlich niedrige Arbeitslosenquote, hoher Handelsbilanzüberschuss usw.).
Nach dem Dexit könnte uns niemand mehr ein Schmarotzertum vorwerfen oder fürchten, von Frau Merkel bevormundet oder vereinnahmt zu werden. Um seinen Ruf in Europa weiter zu verbessern, könnte Deutschland großzügig Hilfen nach Art des Marshallplans vergeben. Das käme billiger als die jetzigen EU-Transfers, wäre ehrlicher und sicher auch weitaus effektiver.

 

3 : 97
Betrachtet man es nüchtern, sprechen nur etwa 3 % aller seriösen Argumente für, 97 % aber gegen die EU. Das erhabene Geseiere, die abgehobenen Verklärungen - all das entpuppt sich bei näherer Betrachtung als betörender Sirenengesang.
Wer einerseits tönt (Macron), die EU "verbindet Demokratie mit Marktwirtschaft, individuelle Freiheiten mit sozialer Gerechtigkeit", gleichzeitig aber von einem europäischen Bürgerkrieg spricht ("dessen Existenz wir nicht zugeben wollen") und eine Neugründung der EU verlangt, hat nach meinen Empfinden seine Glaubwürdigkeit verloren.

Die (uneinsichtige) Hoffnung zu schüren, die EU doch noch reformieren zu können, halte ich angesichts jahrzehntelanger Experimente für unverantwortlich! Mit den ständigen Flickschustereien verliert sich die EU mehr und mehr in bürokratischen Irrwegen. Der Euro z. B. war einst auch angetreten, um die EU zu retten. Und was ist daraus geworden?
Die EU ist dermaßen komplex, dass sie in ihrer Gesamtheit zumindest für den Normalbürger kaum durchschaubar und bewertbar ist. Jeder Mensch versteht etwas anderes darunter. Nur aus dieser Vernebelung und Unkenntnis heraus ist die EU noch haltbar und lässt sich die Wut der Bevölkerung noch einigermaßen im Zaume halten. Iinzwischen outet sich aber selbst in Deutschland jeder dritte Bundesbürger als EU-Gegner.

 

"Raus aus der EU" - warum ich das Buch geschrieben habe.
Sicher nicht, um damit Geld zu verdienen (die Investitionen in das Projekt werde ich nie und nimmer wieder hereinbekommen). Mir ist jedoch daran gelegen, dass die ewige Schönfärberei und die Vergewaltigung der Wahrheit endlich mal ein Ende findet. Mit handfesten Argumenten soll die gehirnwäscheartige Fake-Propaganda der allmächtigen EU-Lobby entzaubert werden.
Denn noch ließe sich die auf Europa zurollende Katastrophe (die momentan nur durch die Billiggeldschwemme in Schach gehalten wird) abwenden. Das kann aber nur gelingen, wenn unser Kontinent aus seinem Dornröschenschlaf erwacht und die EU-Bürger sich nicht länger einlullen lassen und lernen, Fiktion und Wirklichkeit voneinander zu unterscheiden. Ich jedenfalls habe mit diesem Büchlein meine Pflicht getan. Es soll niemand im Nachhinein sagen, er habe das alles nicht wissen können.

 

Home (Eingangsseite www.das-kapital.eu)
Impressum
© Manfred J. Müller, Flensburg, Oktober 2017


Ab sofort im Buchhandel lieferbar (auch außerhalb Deutschlands):

3. (aktualisierte) Auflage

 

Schon vor über 20 Jahren warnte die damals mächtigste Frau der Welt, die englische Premierministerin Thatcher:
"Die EU wird als größte Torheit des Jahrhunderts in die Geschichte eingehen!".

Verzocken unsere Politiker in ihrem unerschütterlichen Glauben an die EU und den Euro die Zukunft Deutschlands?

Manfred Julius Müller:
Raus aus der EU
oder durchhalten bis zum Untergang?
Trotz aller Hiobsbotschaften wird noch immer versucht, die Bevölkerung zu verdummen! Unbeirrt aller Rettungsschirme und drohender Staatspleiten heißt es: „Wir profitieren ganz besonders von der EU und dem Euro!". Verschwiegen wird, dass seit 30 Jahren in Deutschland die inflationsbereinigten Reallöhne und Renten sinken, obwohl sich die Produktivität fast verdoppelt hat.

Wie kann Europa vorm Niedergang bewahrt werden?
Sicher nicht mit den Propagandasprüchen von gestern! Es geht nicht an, dass die politische Elite starrsinnig am Endsieg der europäischen Wahnidee festhält, ohne ernsthaft Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen. Eine vorurteilsfreie Diskussion muss an die Stelle plumper Durchhalteparolen treten.

"Raus aus der EU", 72 Seiten, Format 17x22 cm, ISBN 9783743178427, 5,90 Euro
Portofreie Lieferung über buecher.de, hugendubel.de, thalia.de, ebook. Natürlich auch im stationären Buchhandel erhältlich (muss dort aber oft erst bestellt werden).

Wie lange will man sich noch trügerischen Illusionen hingeben?
Wann beginnt man endlich, den Tatsachen ins Auge zu blicken?


Manfred Julius Müller analysiert seit über 30 Jahren weltwirtschaftliche Abläufe. Er ist Autor verschiedener Bücher zu den Themenkomplexen Globalisierung, Kapitalismus und Politik. Manche Texte von M. J. Müller fanden auch Einzug in Schulbücher oder werden zur Lehrerausbildung herangezogen.

Die Analysen & Texte von Manfred J. Müller sind überparteilich & unabhängig!
Sie werden nicht, wie es leider sehr häufig der Fall ist, von staatlichen Institutionen, Global Playern, Konzernen, Verbänden, Parteien, Gewerkschaften, der EU- oder der Kapitallobby gesponsert!