Behauptung, Vorurteil:

"Der Protektionismus schadet allen!"

 

Klarstellung:

Der Protektionismus (Schutz der heimischen Wirtschaft vor ausländischer Dumpingkonkurrenz) gilt als absolutes Teufelswerk. Der Protektionismus ist derart böse, dass die "freie" (kapitalgesteuerte) Presse es nicht einmal wagt, über das heikle Tabuthema offen und ehrlich zu reden.
Tatsache aber ist: Der Protektionismus wurde mit dem Abbau der Zölle nicht abgeschafft, sondern lediglich umgewandelt. Anstelle der offenen und ehrlichen Zölle greift heute ein ganzes Arsenal verdeckter Tricks, um im globalen Wettkampf ein Überleben der heimischen Wirtschaft zu sichern.
In Deutschland und der EU
wurde der Zoll-Protektionismus weitgehend durch den Subventions-Protektionismus ersetzt - das bedeutet fiskalisch eine totale Umkehr (hohe Ausgaben statt hohe Einnahmen) zugunsten des Großkapitals.

Dabei gibt es noch Dutzende anderer Spielarten des Protektionismus (Währungs-, Lohn-, Ökodumping, Korruption, Verbot freier Gewerkschaften usw.), die weitgehend unbeachtet bleiben. Die Fixierung allein auf die Zölle ist pure Heuchelei.

 

Weiterführende Abhandlungen (falls Sie es genauer wissen wollen). Text A und Text B und Text C und Text D

 

 

"Der Protektionismus steht für die typische Verlogenheit in der öffentlichen Berichterstattung. Der faire Bedingungen schaffende Dumpingschutz (also der Zoll) wird geächtet, das bösartige Krebsgeschwür der abgepressten Subventionen wird gerechtfertigt.
Man mache sich keine Illusionen: Egal ob Zölle oder Subventionen - ohne Protektionismus wären alle Hochlohnländer längst ruiniert."

Manfred Julius Müller  

 


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